Di., 10. Aug. | Sommerkino Kulturforum

Berlin-Premiere: Wem gehört mein Dorf?

Mit Filmgespräch vorab | Ein persönlicher Dokumentarfilm über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur & sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik.
Anmeldung abgeschlossen
Berlin-Premiere: Wem gehört mein Dorf?

Zeit und Ort

10. Aug., 21:00
Sommerkino Kulturforum, Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin, Deutschland

Über den Film

Am Dienstag, 10.8.2021, feiert der Kinofilm WEM GEHÖRT MEIN DORF? von Regisseur Christoph Eder seine Berlin-Premiere inkl. einem Grußwort von Dr. Antje Draheim, Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund und einem Filmgespräch vor dem Film mit Regisseur Christoph Eder, Protagonistin Nadine Förster von der Bürgerinitiative Göhren, Philip Husemann, Co-Geschäftsführer JoinPolitics, Experte für politische Vernetzung und Partizipation, moderiert von Anne-Luise Kitzerow, Zukunftsforscherin mit dem Themenschwerpunkt Transformation, Netzwerk 3. Generation Ost.

Auf kräftigen Gegenwind stößt die auf Wachstum und Investitionen ausgerichtete Lokalpolitik in dem beliebten Ostseebad Göhren auf Rügen, der Heimat des Filmemachers Christoph Eder. Als die letzte unberührte Küste bebaut werden soll und das einzigartige, malerische Naturschutzgebiet in Gefahr ist, regt sich deutlich der Unmut unter einigen Bürger*innen. Seit Jahren dominiert eine Gruppe von Männern, die „Vier von der Stange“ den Gemeinderat. Sie unterstützen sämtliche Projekte eines millionenstarken Bauinvestors aus Nordrhein-Westfalen, der in Göhren nach der Wende so viele Hotels und Ferienhäuser baute wie kein anderer. Die engagierten Göhrener Nadine und ihr Vater Bernd, erkennen schnell, dass sie nur gemeinsam mit Gleichgesinnten etwas ändern können. Sie gründen eine Bürgerinitiative und treten bei der Kommunalwahl an. Schaffen sie es, sich gegen das Geld und die Mächtigen zu stellen und ihr Dorf in eine andere Zukunft zu führen?

WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur und sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die weltumspannend Brisanz haben und kapitalistische Interessen gegen das Gemeinwohl stellen: Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizierung, Strukturwandel, Turbo-Tourismus, Naturschutz.

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